{"id":4066,"date":"2023-11-20T17:45:00","date_gmt":"2023-11-20T16:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.invest-con.com\/homepages\/investcon\/krieg-im-heiligen-land-historische-entwicklung-und-moegliche-auswirkungen-auf-die-wirtschaft\/"},"modified":"2023-11-20T17:45:00","modified_gmt":"2023-11-20T16:45:00","slug":"krieg-im-heiligen-land-historische-entwicklung-und-moegliche-auswirkungen-auf-die-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.invest-con.com\/homepages\/investcon\/krieg-im-heiligen-land-historische-entwicklung-und-moegliche-auswirkungen-auf-die-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Krieg im Heiligen Land &#8211; Historische Entwicklung und m\u00f6gliche Auswirkungen auf die Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><span lang=\"DE-AT\"><span><b>von Dr.&nbsp;Bernhard<br \/>\nHofer<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span lang=\"DE-AT\"><o:p><span>&nbsp;<\/span><\/o:p><\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Die Geschichte Israels beginnt mit der<br \/>\nbiblischen Erz\u00e4hlung von Abraham, der als Stammvater des israelitischen Volkes<br \/>\ngilt. Im Buch Genesis, wird erz\u00e4hlt, wie Gott einen besonderen Bund mit Abraham<br \/>\nschloss. In diesem Bund versprach Gott, Abraham und seinen Nachkommen ein Land<br \/>\n(das sp\u00e4tere Israel) zu geben und sie zu einem gro\u00dfen Volk zu machen. Dieser<br \/>\nBund bildet die Grundlage f\u00fcr die Identit\u00e4t des israelitischen Volkes. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Bis zum Ende des 1. Weltkrieges war die<br \/>\nGeschichte Israels von Besiedelungen, Eroberungen und Vertreibung<br \/>\ngekennzeichnet. Die Juden waren zu dieser Zeit weltweit verstreut. Dann<br \/>\n\u00fcbernahm Gro\u00dfbritannien die Kontrolle \u00fcber Pal\u00e4stina gem\u00e4\u00df dem V\u00f6lkerbundsmandat.<br \/>\nDie Mandatsverwaltung sah die Schaffung einer j\u00fcdischen Heimst\u00e4tte in Pal\u00e4stina<br \/>\nvor. In der Folge kam es zu einer erheblichen Einwanderungswelle j\u00fcdischer<br \/>\nFl\u00fcchtlinge und Immigranten nach Pal\u00e4stina. Dies trug zur St\u00e4rkung der<br \/>\nj\u00fcdischen Gemeinschaft bei und schuf die Voraussetzungen f\u00fcr die Schaffung<br \/>\neines j\u00fcdischen Staates.<o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Die Vereinten Nationen verabschiedeten im<br \/>\nNovember 1947 die Resolution 181, die die Teilung Pal\u00e4stinas in einen j\u00fcdischen<br \/>\nund einen arabischen Staat vorsah, wobei Jerusalem unter internationale<br \/>\nVerwaltung gestellt werden sollte. Obwohl der Plan von vielen arabischen<br \/>\nStaaten abgelehnt wurde, schuf er die Grundlage f\u00fcr die Gr\u00fcndung eines<br \/>\nj\u00fcdischen Staates. Am 14. Mai 1948 erkl\u00e4rte David Ben-Gurion, der erste<br \/>\nPremierminister Israels, die Unabh\u00e4ngigkeit des Staates Israel. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Direkt nach der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung kam<br \/>\nes zu einem Krieg zwischen Israel und den arabischen Nachbarl\u00e4ndern, darunter<br \/>\n\u00c4gypten, Jordanien, Irak, Libanon und Syrien. Israel gewann den Krieg, behielt<br \/>\nseine Unabh\u00e4ngigkeit und erweiterte sein Territorium. W\u00e4hrend des Krieges kam<br \/>\nes zu einer erheblichen Vertreibung und Flucht von pal\u00e4stinensischen Arabern,<br \/>\ndie zu einem langanhaltenden Fl\u00fcchtlingsproblem f\u00fchrte. Viele Pal\u00e4stinenser<br \/>\nwurden aus ihren Heimatgebieten vertrieben, und die Fl\u00fcchtlingsfrage blieb ein<br \/>\nzentrales Element des israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikts, der bis heute<br \/>\nanh\u00e4lt. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Im Jahr 1967 f\u00fchrte Israel den Sechstagekrieg<br \/>\ngegen \u00c4gypten, Jordanien und Syrien. Israel eroberte w\u00e4hrend des Krieges das<br \/>\nWestjordanland, Ost-Jerusalem, den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel und die<br \/>\nGolanh\u00f6hen. Sechs Jahre sp\u00e4ter kam es zu einem \u00dcberraschungsangriff \u00c4gyptens<br \/>\nund Syriens auf Israel (Jom-Kippur-Krieg). Es gab erhebliche Verluste auf<br \/>\nbeiden Seiten; er endete mit einem Waffenstillstand. Die in Folge geschlossenen<br \/>\nFriedensvertr\u00e4ge mit \u00c4gypten und Jordanien f\u00fchrten zur Normalisierung der<br \/>\nBeziehungen zwischen Israel und diesen beiden Nachbarl\u00e4ndern.<o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>In den 1990er Jahren begann der<br \/>\nOslo-Friedensprozess zwischen Israel und der Pal\u00e4stinensischen<br \/>\nBefreiungsorganisation (PLO). Er f\u00fchrte zur Errichtung der Pal\u00e4stinensischen<br \/>\nAutonomiebeh\u00f6rde und zur teilweisen Selbstverwaltung der Pal\u00e4stinenser in<br \/>\nTeilen des Westjordanlandes und des Gazastreifens. Der Ausbau israelischer<br \/>\nSiedlungen in den besetzten Gebieten f\u00fchrte jedoch zu anhaltenden Spannungen<br \/>\nund Konflikten zwischen Israelis und Pal\u00e4stinensern. Der Status von Jerusalem<br \/>\nblieb ein besonders umstrittenes Thema. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Israel hat sich in den letzten Jahrzehnten zu<br \/>\neiner regionalen Milit\u00e4rmacht entwickelt und seine Beziehungen zu verschiedenen<br \/>\narabischen L\u00e4ndern, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Sudan<br \/>\nund Marokko, normalisiert.<o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>1964 wurde die Pal\u00e4stinensische<br \/>\nBefreiungsorganisation (PLO) als Dachorganisation verschiedener Fraktionen, die<br \/>\ndie Vertretung aller Pal\u00e4stinenser, auch der im arabischen und im<br \/>\nnichtmuslimischen Exil, anstrebt, gegr\u00fcndet. Die weitaus st\u00e4rkste Fraktion ist<br \/>\ndie Fatah. Mit der Ersten Intifada ab 1987 litt der Alleinvertretungsanspruch<br \/>\nder&nbsp;PLO und ihre F\u00fchrungsrolle unter den Pal\u00e4stinensern. Organisationen mit<br \/>\nradikaleren Standpunkten, wie die 1987 als Zweig der islamistischen<br \/>\nBruderschaft gegr\u00fcndete Hamas und der Islamische Dschihad, gewannen mehr und<br \/>\nmehr an Bedeutung. Erkl\u00e4rtes Hauptziel der Hamas ist die Zerst\u00f6rung Israels und<br \/>\ndie Errichtung eines islamischen Staates. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Im Juni 2007 ergriff die Hamas gewaltsam die<br \/>\nMacht im Gazastreifen, wo sie seither de facto herrscht. Aufgrund der Rivalit\u00e4t<br \/>\nzwischen Fatah und Hamas wurden seither keine demokratischen Wahlen in den<br \/>\nPal\u00e4stinensergebieten mehr durchgef\u00fchrt. 2001 begann die Hamas erstmals aus dem<br \/>\nGazastreifen Israel mit Raketen zu beschie\u00dfen. Die Auseinandersetzungen nahmen<br \/>\nin den Folgejahren zu und f\u00fchrten insbesondere 2008\/2009 und 2014 zu gr\u00f6\u00dferen<br \/>\nmilit\u00e4rischen Auseinandersetzungen. 2006 fanden im Gazastreifen die letzten<br \/>\nWahlen statt; seit dieser Zeit herrscht die Hamas dort unumschr\u00e4nkt. Berichten<br \/>\nvon Human Rights Watch zufolge werde Kritiker und Oppositionelle systematisch<br \/>\ngefoltert oder zum Tod verurteilt.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Ein zentrales Problem des Pal\u00e4stinakonflikts<br \/>\nist die dort ge\u00fcbte Siedlungspolitik. In zahlreichen Resolutionen des<br \/>\nSicherheitsrates der Vereinten Nationen wurde die Einrichtung und Erweiterung<br \/>\nder israelischen Siedlungen im Westjordanland und im Gazastreifen als illegal<br \/>\nbezeichnet. Es wurde festgehalten, dass die Siedlungen einen Versto\u00df gegen das<br \/>\nV\u00f6lkerrecht darstellen, der geforderten Zweistaatenl\u00f6sung entgegenstehen und<br \/>\nIsrael die Siedlungsaktivit\u00e4ten beenden m\u00fcsse. Allerdings sind diese<br \/>\nResolutionen v\u00f6lkerrechtlich nicht bindend. Dar\u00fcber hinaus gibt es noch<br \/>\nzahlreiche Gutachten und Gerichtsurteile, die \u2013 je nach Argumentation \u2013 einmal<br \/>\nder einen und einmal der anderen Seite zuspielen. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Mit der Parlamentswahl im November 2022 r\u00fcckte<br \/>\nIsrael deutlich nach rechts; der Einfluss religi\u00f6ser Kr\u00e4fte stieg. Die streng<br \/>\nreligi\u00f6sen und nationalreligi\u00f6sen Parteien stellen \u00fcber ein Viertel der<br \/>\nParlamentsabgeordneten und haben im Regierungsb\u00fcndnis mit dem Likud-Block von<br \/>\nNetanyahu die Mehrheit. Linke und sozialdemokratische Parteien sind dagegen<br \/>\nweit abgeschlagen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Besonders heikel ist nunmehr folgende<br \/>\nSituation: Israel verf\u00fcgt als einziges Land unter den \u201efreien\u201c L\u00e4ndern \u00fcber<br \/>\nkein Instrument zur Dezentralisierung politischer Macht. Mit einer einfachen<br \/>\nMehrheit kann die Knesset, das israelische Parlament, fast jedes Grundgesetz in<br \/>\neinem normalen Gesetzgebungsverfahren in drei Lesungen und sogar innerhalb<br \/>\neines Tages verabschieden und \u00e4ndern. Diese Dominanz der Exekutive versetzt die<br \/>\nRegierung in die Lage, kurzfristigen politischen Interessen nachzugeben und<br \/>\nohne ein System gegenseitiger Kontrolle nahezu uneingeschr\u00e4nkt zu herrschen. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Im Fr\u00fchjahr 2023 trat auch klar zutage, dass<br \/>\nTeile der Regierung vor allem einer klaren Agenda folgen: Ausbau der<br \/>\nSiedlungen. Tausende neue Wohneinheiten waren bereits beschlossen, ebenso die<br \/>\nLegalisierung einer Reihe sogenannter Au\u00dfenposten. Obwohl sich Netanyahu vor<br \/>\neiner Kabinettssitzung \u00f6ffentlich gegen illegale Landnahmen \u00e4u\u00dferte, widersprachen<br \/>\nj\u00fcngste Beschl\u00fcsse der Regierung seinen Aussagen.<o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas aus dem<br \/>\nGazastreifen eine terroristische Aktion gegen Israel. Der Angriff begann mit<br \/>\nRaketenbeschuss auf Israel, gefolgt vom Vordringen der Hamas auf israelisches<br \/>\nStaatsgebiet nach \u00dcberwindung der Sperranlagen um den Gazastreifen. Dabei<br \/>\nfolterten und massakrierten die Hamas und ihre Verb\u00fcndeten nach israelischen<br \/>\nAngaben mindestens 1400 Zivilisten und Soldaten, verletzten 4100 Menschen und<br \/>\nentf\u00fchrten 220 weitere. Es handelt sich dabei um den gr\u00f6\u00dften Massenmord an Juden<br \/>\nnach Ende des Zweiten Weltkrieges. Israel rief daraufhin den Kriegszustand aus,<br \/>\nbegann mit Luftbombardements und der Vorbereitung einer Bodenoffensive gegen<br \/>\nden Gazastreifen. Es ist erkl\u00e4rtes Ziel der Israelis, die Hamas endg\u00fcltig zu<br \/>\nzerschlagen und die entf\u00fchrten Geiseln zu befreien.<o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span lang=\"DE-AT\"><span>Auswirkungen auf die Wirtschaft<o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Zweifellos treffen die Auswirkungen des<br \/>\nKrieges gegen die Terroristen der Hamas Israel auch wirtschaftlich. Das 9,4<br \/>\nMillionen Einwohner z\u00e4hlende Land geh\u00f6rt zu den reichsten Staaten der Welt. In<br \/>\nbestimmten Bereichen wie Innovation und Technologie ist das Land weltweit<br \/>\nf\u00fchrend. Der Hightech-Sektor war im Jahr 2022 f\u00fcr mehr als 48 Prozent aller<br \/>\nisraelischen Exporte verantwortlich. Rund 14 Prozent der Besch\u00e4ftigten arbeiten<br \/>\nin Tech-Jobs. Weitere bedeutende Wirtschaftszweige sind der Biotech-Sektor, die<br \/>\nPharmabranche und die Sicherheitsindustrie. Gemessen nach dem BIP pro Einwohner<br \/>\nliegt Israel auf Rang 14 mit einem Wert von rund 55.000 US-Dollar. 2012 lag die<br \/>\nWirtschaftsleistung bei rund 263 Milliarden US-Dollar; 2022 bereits bei 525<br \/>\nMilliarden. Israel verf\u00fcgt \u00fcber 169.500 aktive Soldaten und \u00fcber 465.000<br \/>\nReservisten (m\u00e4nnlich und weiblich). Binnen 48 Stunden hatte die Armee rund<br \/>\n300.000 Reservisten mobilisiert. Damit ver\u00e4nderte sich auch das Alltagsleben; diese<br \/>\nArbeitskr\u00e4fte fehlen derzeit der israelischen Wirtschaft. Die Notenbank senkte<br \/>\nihre Wachstumsprognose. Der Der TA-35, ein Aktienindex mit 35 der gr\u00f6\u00dften<br \/>\nb\u00f6rsennotierten Unternehmen Israels, hat seit dem Angriff der Hamas deutlich<br \/>\nnachgegeben. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Aber Israels Abh\u00e4ngigkeit von Importen ist<br \/>\nebenfalls gro\u00df. Der Schekelkurs ist auf den tiefsten Stand zum US-Dollar seit<br \/>\nachteinhalb Jahren abgerutscht. Importe d\u00fcrften somit teurer und die Inflation<br \/>\nangeheizt werden. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Au\u00dferhalb Israels scheint die Wirtschaft<br \/>\nderzeit in Schockstarre gefallen zu sein. Nach Chinas Abschottung durch Covid<br \/>\nund dem russischen Einmarsch in die Ukraine suchten globale Unternehmen nach<br \/>\nneuen Investitionsstandorten und in der Folge floss ein gro\u00dfer Teil der Gelder<br \/>\nin den Mittleren Osten. Die Ann\u00e4herungsbestrebungen zwischen arabischen Staaten<br \/>\nund Israels sch\u00fcrten die Hoffnung auf Stabilit\u00e4t in der Region. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Bis jetzt sind die wirtschaftlichen<br \/>\nAuswirkungen kaum sp\u00fcrbar, doch die Situation gleicht einem Pulverfass. So<br \/>\nk\u00f6nnte ein Kriegseintritt der Hisbollah oder die Beteiligung des Iran den<br \/>\nKonflikt auf ein gef\u00e4hrliches Niveau bef\u00f6rdern. Ebenso beunruhigend sind die<br \/>\nMassenproteste auf den Stra\u00dfen in \u00c4gypten, Libanon, Jordanien oder Tunesien,<br \/>\nwelche die dortigen Regierungen unter Druck setzen k\u00f6nnten. Die \u00e4gyptische<br \/>\nBev\u00f6lkerung hegt gro\u00dfe Sympathien f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Eine Massenflucht aus Gaza Richtung \u00c4gypten<br \/>\nk\u00f6nnte die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft Nordafrikas hart treffen, vor allem den<br \/>\nTourismus, der mit Einnahmen von 20 Milliarden Dollar eine der wichtigsten<br \/>\nBranchen des Landes darstellt. Ganz zu schweigen von weiteren Auswirkungen auf<br \/>\nPersonal- oder Wohnungsmarkt und Auslandsinvestitionen. Letzteres betr\u00e4fe auch<br \/>\nalle DAX-Unternehmen, welche knapp eine halbe Milliarde Euro j\u00e4hrlich<br \/>\ninvestieren. Betroffen sind auch Gro\u00dfprojekte wie z. B. jenes von Siemens<br \/>\nMobility, welches um rund 8 Milliarden Euro eine Zugverbindung baut oder<br \/>\nBranchen aus dem Energiebereich, die Baubranche usw. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><span lang=\"DE-AT\">Eine Ausweitung des derzeitigen Konflikts im<br \/>\nNahen Osten w\u00fcrde sich auch auf die weltweite Versorgung mit Medikamenten<br \/>\nauswirken. In Israel werden derzeit mehr als 60 Wirkstoffe hergestellt. <\/span><span lang=\"DE-AT\">Atosiban \u2013 ein Stoff, der zur Wehenhemmung eingesetzt wird \u2013 kommt zu<br \/>\nmehr als 30 Prozent aus Israel. Teva, eines der weltgr\u00f6\u00dften Pharmaunternehmen<br \/>\nhat ebenso seinen Hauptsitz und mehrere Produktionsst\u00e4tten in Israel. Rund 70<br \/>\nkm von der libanesischen Grenze entfernt stellt die Biotechfirma Protalix<br \/>\nStoffe f\u00fcr die Behandlung der seltenen Stoffwechselkrankheiten Morbus Gaucher<br \/>\nund Morbus Fabry her. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Zu alledem w\u00fcrde eine Ausweitung des Krieges<br \/>\nenorme Auswirkungen auf den Gas- und \u00d6lmarkt mit sich bringen.<o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>Noch scheint die Auseinandersetzung r\u00e4umlich<br \/>\nbegrenzt zu bleiben. Regierungen zahlreicher L\u00e4nder setzen ihre Hoffnung auf<br \/>\nDiplomatie, um einerseits das schier unermessliche Leid der Pal\u00e4stinenser zu<br \/>\nmildern und andererseits eine Perspektive f\u00fcr die Konfliktparteien zu schaffen.<br \/>\nDies alles zu einer Zeit, wo der Kampf der Gro\u00dfm\u00e4chte um eine neue Weltordnung<br \/>\ngerade erst Fahrt aufgenommen hat. <o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE-AT\"><span>&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<pre><p class=\"MsoNormal\"><span><i><span>Die&nbsp;Analyse dient nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung f\u00fcr Verm\u00f6genssch\u00e4den ist ausgeschlossen. Konsultieren Sie vor Anlageentscheidungen Ihren&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.invest-con.com\/homepages\/investcon\/kontakt\/\">INVEST-CON Berater.<\/a><\/span><\/i>&nbsp;<\/span><\/p><p class=\"MsoNormal\"><span>&nbsp;<\/span><\/p><p class=\"MsoNormal\"><span><span>Disclaimer: Die angef\u00fchrten Informationen dienen lediglich der unverbindlichen Information, stellen kein Angebot zum Kauf oder Verkauf der genannten Finanzinstrumente dar und d\u00fcrfen auch nicht so ausgelegt werden. Die Informationen dienen nicht als Entscheidungshilfe f\u00fcr rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen. Jeder, der diese Daten zu diesen Zwecken nutzt, \u00fcbernimmt hierf\u00fcr die volle Verantwortung. Wir weisen ausdr\u00fccklich darauf hin, dass Investitionen in die beschriebenen Finanzinstrumente mit Risiken verbunden und nicht f\u00fcr jeden Anleger geeignet sind. 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